Fischbestände online

Die Entstehung

Die Initiative für das Internetangebot „Fischbestände online“ geht auf den „Runden Tisch Nachhaltige Fischerei“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, damals BMELV) zurück. Dessen Arbeitsgruppe „Herkunftsangaben für Fischereierzeugnisse“ entwickelte nach der genaueren Definition von Fisch-Fanggebieten Ende 2008 die Idee, eine Internet-Datenbank zur Darstellung der Bestandssituation kommerziell genutzter Seefischbestände aufzubauen. Zum Zustand von für den deutschen Markt wichtigen Seefischbeständen und den eine nachhaltige Nutzung beeinflussenden Faktoren lag zu diesem Zeitpunkt keine allgemeinverständliche, wissenschaftlich korrekte und öffentlich zugängliche Datensammlung in deutscher Sprache vor.

Nach der Vorstellung eines Prototyps auf der ANUGA 2009 in Köln, der Weltleitmesse für Ernährung, beauftragten der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH) und der Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels (BVFi) - unterstützt vom BMEL - im Januar 2010 das Thünen-Institut mit dem Aufbau dieser Datenbank. Zu den Auftraggebern gehören seit 2013 zusätzlich der deutsche Hochseefischerei-Verband e.V., der Verband der Deutschen Kutter- und Küstenfischerei e.V. sowie der Warenverein der Hamburger Börse e.V. Technisch administriert wurde das Internetangebot bis Ende 2017 von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), inzwischen liegt diese Aufgabe beim Thünen-Institut.

Der Runde Tisch des BMEL zur „Nachhaltigen Fischerei“ ist durch Vertreter aus folgenden Bundesministerien, Bundesinstituten, Verbänden, Unternehmen und Organisationen besetzt:

Bundesministerien

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)


Fischereiverwaltung

  • Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)


Fischereiforschung

  • Thünen-Institut - Bundesinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei


Lebensmittelhandel / Fischfachhandel

  • Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels e.V. (BVLH)
  • Fachverband ‚Der Fischfachhandel’ im BVLH

 

Fischindustrie/-großhandel

  • Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e.V. (BVFisch)


Fischimport

  • Waren-Verein der Hamburger Börse e.V.


Fischerei

  • Deutscher Fischerei-Verband e.V. (DFV)


Umwelt- / Verbraucherverbände

  • Greenpeace
  • WWF
  • Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)

Diese Organisationen haben an der Entstehung und Struktur von „Fischbestände online“ in unterschiedlichem Maße mitgewirkt. Die inhaltliche Verantwortung liegt jedoch ausschließlich beim Thünen-Institut.