Bestandsdatenblatt

Alaska-Seelachs in der östlichen Beringsee

gültig 12/2022 - 12/2023

Alaska-Seelachs in der östlichen Beringsee

gültig 12/2022 - 12/2023

Zugehörige Fischart

Alaska-Seelachs

Allgemeine Informationen

Ökoregion:Östliche Beringsee
Fanggebiet:Beringsee/Golf von Alaska FAO 67 (Nordostpazifik); Zentrale Beringsee (USA) FAO 61 (Nordwestpazifik)
Art:Gadus chalcogrammus (Theragra chalcogramma)

Wissenschaftliche Begutachtung

Durch Alaska Fisheries Science Center (AFSC), www.fisheries.noaa.gov/about/alaska-fisheries-science-center, zusammengestellt und veröffentlicht vom North Pacific Fishery Management Council, (NPFMC), www.npfmc.org

Methode, Frequenz

Jährliche Bestandsberechnung mit Vorhersage unter Verwendung von Fangdaten sowie Daten aus mehreren unabhängigen wissenschaftlichen Forschungsreisen. Für diesen Alaska-Seelachs-Bestand gibt es verlässliche Definitionen für die Referenzwerte nach dem Konzept zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrags (Bmsy, Fmsy). Bei Erreichen eines Limitreferenzwerts (B20%) wird die gezielte Fischerei eingestellt. Die Fangempfehlung wird als „akzeptabler Fang“ (ABC = Acceptable Biological Catch) angegeben, wobei unterschiedliche Berechnungsmodelle Anwendung finden können. Referenzwerte für die fischereiliche Sterblichkeit werden in Bezug dazu (FABC) und in Bezug zur Überfischung (FOFL = Fmsy) angegeben. [281] [327]

Wesentliche Punkte

2022/2023: In der aktuellen Bestandsberechnung hat sich die Wahrnehmung des Bestandes nochmals etwas verändert. Die Laicherbiomasse ist nun auch einige Jahre rückwirkend wieder höher. Die Vorhersage für 2023 sieht sie weit über dem Referenzwert zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (Bmsy). Der Fischereidruck liegt unter dem Zielwert (Fmsy), also ebenfalls im grünen Bereich. Der 2018er Jahrgang (Nachwuchsproduktion im Alter 1: 2019) war möglicherweise einer der größten der gesamten Zeitreihe. [281]

Bestands­zustand

Laicherbiomasse (Reproduktionskapazität)

  volle Reproduktionskapazität (nach Vorsorgeansatz)

  Referenzwerte nicht definiert (nach Managementplan)

  innerhalb des Zielwertes (nach höchstem Dauerertrag)

Fischereiliche Sterblichkeit

  nachhaltig bewirtschaftet (nach Vorsorgeansatz)
 

  Referenzwerte nicht definiert (nach Managementplan)

  angemessen (nach höchstem Dauerertrag)

Ausschlaggebend für die Klassifizierung des Bestandszustandes ist die Vorhersage für die Laicherbiomasse der Weibchen für 2023 (siehe auch Grafik).

Bestands­entwicklung

Die Fänge von Alaska-Seelachs aus der östlichen Beringsee waren gering, bis 1964 die gerichtete Fischerei durch ausländische Schiffe begann. Ende der 1960er Jahre stiegen die Fänge rapide an und erreichten 1970-75 Höchstwerte von 1,3-1,9 Mio. t jährlich. Bilaterale Abkommen der USA mit Japan und Russland führten nach 1972 zu einer Reduzierung der Fänge. US-Schiffe begannen erst 1980, diesen Bestand zu befischen, und seit 1988 nehmen nur noch diese an der Fischerei teil. Die Laicherbiomasse 2008 war die niedrigste seit 1980, in Folge der teilweise extrem schwachen Jahrgänge 2002 bis 2005 (in der Grafik Nachwuchsproduktion im Alter 1: 2003 bis 2006). Danach war ein Anstieg der Biomasse zu verzeichnen, der auf die starken Jahrgänge 2008, 2012, 2013 und 2018 und eine Reduzierung der fischereilichen Sterblichkeit 2009-2017 zurückzuführen ist. Die Vorhersage für 2023 sieht die Laicherbiomasse weit über dem Referenzwert zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (Bmsy). Die fischereiliche Sterblichkeit liegt unter dem MSY-Referenzwert, der Bestand wird also nachhaltig bewirtschaftet. Der 2018er Jahrgang (in der Grafik Nachwuchsproduktion im Alter 1: 2019) war möglicherweise einer der größten der gesamten Zeitreihe. [281]

Ausblick

Anders als letztes Jahr angenommen, liegt der Bestand über dem Referenzwert zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (Bmsy). Die Fangmengen können daher zumindest kurzfristig wieder etwas steigen. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, da die letzten Jahrgänge wieder schwächer waren. Zukünftige Trends hängen auch vom Überleben der Eier, Larven- und Jugendstadien bei anhaltenden Auswirkungen der warmen Jahre ab („marine Hitzewelle“, siehe auch „Umwelteinflüsse auf den Bestand“). [281]

Umwelt­einflüsse auf den Bestand

Die Bestandsentwicklung des Alaska-Seelachs in der östlichen Beringsee ist abhängig von diversen Umweltfaktoren, insbesondere von der Temperatur. Etwa ab 2014 begann in der östlichen Beringsee eine warme Phase von bisher nie dagewesener Dauer. Obwohl sich die Meereisbildung verzögerte und die Schmelze früh einsetzte, herrschten im östlichen Beringmeer im Jahr 2022 aber insgesamt wieder durchschnittliche Bedingungen. Die Ausdehnung des sogenannte „Cold Pool“ entsprach wieder dem historischen Mittelwert. Derzeit ist keine große marine Hitzewelle im Gange, obwohl einige biologische Indikatoren, wie die geringere Häufigkeit von großem Zooplankton, auf anhaltende Auswirkungen der warmen Jahre hindeuten. Bei Fischen der Altersgruppe 0, die im Spätsommer warmen Temperaturen ausgesetzt sind, gefolgt von relativ kühleren Temperaturen im Frühjahr (als Altersgruppe 1), wird von einer unterdurchschnittlichen Überlebensrate ausgegangen. Basierend auf diesem Temperatur-Wechsel-Index wurde für den Jahrgang 2018 eine überdurchschnittliche Rekrutierung bis zum Alter 4 im Jahr 2022 vorhergesagt, während für den Jahrgang 2021 eine durchschnittliche Rekrutierung bis zum Alter 4 im Jahr 2025 erwartet wird.
Die zukünftige Entwicklung des Bestandes hängt vom Überleben der Eier, Larven und Jugendstadien ab. [281] [374]

Wer und Wie

Das Fischereimanagement in den Gewässern der USA erfolgt nach dem Magnuson-Stevens Fishery Conservation and Management Act (MSFCMA) von 1976. Der National Marine Fisheries Service (NMFS) bewirtschaftet die Grundfischfischerei in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ, hier 3-200 sm, Bundesgewässer) der östlichen Beringsee und legt Höchstfangmengen (TACs) für diesen Bestand fest. Das Management von Bundesstaatsgewässern (0-3 sm) unterliegt dem Alaska Department of Fish and Game (ADF&G). Die Bewirtschaftung erfolgt gemäß dem Managementplan für Grundfische in der Beringsee und den Aleuten. Alaska-Seelachs ist eine Zielart dieses Managementplanes, der u.a. Regularien zu Fanggeräten (in der gerichteten Fischerei auf diesen Bestand sind nur pelagische Schleppnetze erlaubt), Gebietsschließungen, Beifangreduzierung (siehe „Beifänge und Rückwürfe“) und Meldepflichten enthält. Die Fischerei auf diesen Bestand wird seit 2011 zu fast 100% durch wissenschaftlich geschulte Beobachterinnen/Beobachter an Bord kontrolliert.
In den internationalen Gewässern der zentralen Beringsee („Donut Hole“) ist die Fischerei auf Alaska-Seelachs seit 1993 durch ein Moratorium geschlossen. [196] [281] [327] [1387]

Differenz zwischen Wissen­schaft und Management

Die Höchstfangmengen (TACs) werden für diesen Bestand seit Jahren den wissenschaftlichen Empfehlungen folgend festgesetzt, in einigen Jahren lagen sie sogar darunter. Die jährlichen Anlandungen lagen meist innerhalb dieser Vorgaben, 2012 bis 2019 jedoch leicht darüber. 2020 wurden nur 93%, 2021 97% der erlaubten Fangmenge gefischt. [281] [327]

Karten

Verbreitungsgebiet

Managementgebiet

Alaska-Seelachs in der östlichen Beringsee ist von der Unimak-Meerenge im Süden bis an die Grenze zur russischen autonomen Wirtschaftszone im Norden und Nordwesten verbreitet. Es kann zum Austausch mit den zwei anderen Beständen in diesem Gebiet kommen (Aleuten und Bogoslof-Insel). Im Norden des Gebietes mischt sich der Bestand mit Alaska-Seelachs aus der westlichen Beringsee. Alaska Seelachs wird von US-Schiffen auch in östlichen Teilen von FAO 61 gefangen. Die Bewirtschaftung erfolgt über eine Höchstfangmenge. Die zentrale Beringsee sind internationale Gewässer („Donut Hole“). [193] [281] [375] [1387]

Anlandungen und legale Höchstfangmengen (TACs) (in 1.000 t)

Gesamtfang

2021: 1.339,0; überwiegend pelagische Schleppnetze (gerichtete Fischerei 100%)

TACs2012: 1.200,0   2013: 1.247,0   2014: 1.267,0   2015: 1.310,0   2016: 1.340,0   2017: 1.345,0   2018: 1.364,3   2019: 1.397,0   2020: 1.425,0   2021: 1.375,0   2022: 1.111,0   2023: 1.300,0   [281] [327] [1387]

IUU-Fischerei

Es gibt keine Hinweise auf unberichtete oder illegale Fänge von Alaska-Seelachs in der östlichen Beringsee. [195] [281]

Struktur und Fangmethode

Alaska-Seelachs in der östlichen Beringsee wird in der gezielten Fischerei ausschließlich mit pelagischen Schleppnetzen gefischt, in anderen Netztypen tritt er nur als Beifang auf. Die Höchstfangmengen werden auf zwei Zeiträume verteilt. In der A-Saison (20. Jan. bis Mitte April) konzentriert sich die Fischerei auf Vorlaicher-Ansammlungen auf dem Kontinentalschelf der östlichen Beringsee, vor allem nördlich und westlich der Unimak-Insel; hier wird u.a. der wertvolle Rogen gewonnen. Seit 1991 ist es verboten, nur den Rogen zu entnehmen („roe stripping“). Die B-Saison ist die „nicht-rogentragende“ Zeit (10. Juni bis 1. Nov.). [196] [281] [327]

Beifänge und Rückwürfe

Die Fischerei mit pelagischen Schleppnetzen kann ohne nennenswerte unerwünschte Beifänge durchgeführt werden. Etwa 1% der Fänge in dieser Alaska-Seelachs-Fischerei besteht aus Zielarten anderer Fischereien (z.B. pazifischer Kabeljau, verschiedene Plattfische). Faktisch ist der Beifang von Alaska-Seelachs in anderen gerichteten Fischereien mehr als doppelt so hoch wie der Beifang von anderen Zielarten in der Alaska-Seelachs-Fischerei. Alaska-Seelachs muss generell an Bord behalten werden, wenn die Fischerei geöffnet ist, unabhängig vom verwendeten Netz und der angegebenen Zielart (soweit nicht andere Regularien greifen). Der Rückwurf vor allem von zu kleinen Seelachsen liegt derzeit bei 1% des gesamten Fanges.
Auch der Beifang von Nicht-Zielarten (vor allem Quallen) ist, im Verhältnis zur Größe dieser Fischerei, relativ gering. Schließlich gibt es ein Fangverbot für Arten, die die traditionelle küstennahe Fischerei stützen, und die daher vermieden oder unverzüglich unverletzt zurückgesetzt werden müssen (z.B. pazifischer Hering, pazifischer Heilbutt, alle pazifischen Lachse und verschiedene Krabben). Beobachtet werden u.a. die Lachsbeifänge, insbesondere Königslachs (Chinook) getrennt von nicht-Königslachs (hauptsächlich Ketalachs). Maßnahmen zur Reduzierung des Lachs-Beifanges beeinflussen die räumliche Verteilung der Fischerei. Der Einfluss der Fänge auf die Lachswanderung wird seit 2011 auf unter 2% geschätzt, aktuelle Schätzungen gehen weiterhin von einem geringen Einfluss aus. Aufgrund zu hoher Heringsbeifänge am Ende der A-Saison 2020 kam es zu weiteren Einschränkungen (saisonale Gebietsschließungen - Herings-Schutzgebiete). [281] [327]

Einflüsse der Fischerei auf die Umwelt

Die gerichtete Fischerei wird ausschließlich mit pelagischen Schleppnetzen durchgeführt, die wenig Grundberührung haben. Andere Geräte sind für die gerichtete Fischerei auf diesen Bestand verboten. Besonders empfindliche Gebiete (z.B. Schutzgebiete für Kaltwasserkorallen und Seeberge) sind für die grundberührende Fischerei geschlossen.
Alaska-Seelachs ist Hauptnahrungsquelle für Stellersche Seelöwen (westliche Art). Die Fischerei könnte daher einen negativen Einfluss auf die nach IUCN Kriterien stark gefährdete (EN) Art (Zugriff 21. Feb. 2023) haben. Das Management für Alaska-Seelachs enthält verschiedene Regularien, um die Seelöwen zu schützen und deren Ernährung zu sichern. Hierzu gehören Schließungen der Fischerei in den Gewässern um Seelöwenkolonien, Reduzierung der Alaska-Seelachs-Entnahme aus bestimmten Gebieten und die Verteilung der Fischerei auf verschiedene Zeiträume. Außerdem soll die gerichtete Fischerei geschlossen werden, wenn die Alaska-Seelachs Laicherbiomasse im nächsten Jahr unter den Limitreferenzwert (B20%) zu fallen droht. [195] [196] [281] [327] [384]

Biologische Besonder­heiten

In den US-Gewässern werden vier (fünf) Alaska-Seelachs Bestände bewirtschaftet: Östliche Beringsee, Aleuten, Bogoslof-Insel und Golf von Alaska (westlich/zentral (West, Central & West Yakutat) getrennt vom süd-östlichen Gebiet). Derzeit laufen weitere genetische Untersuchungen zur Trennung der Bestände. Der größte Bestand ist der in der östlichen Beringsee. [281]

Zusätzliche Informationen

Alaska-Seelachs (englisch Alaska pollock oder walleye pollock) gehört zu den dorschartigen Fischen (Gadiformes), ist also entgegen seinem deutschen Namen kein Lachsverwandter. Die Verwandtschaftsverhältnisse verschiedener Dorschartiger ergaben, dass Alaska-Seelachs evolutionsbiologisch in eine Reihe mit den verschiedenen Kabeljau-Arten in Atlantik und Pazifik gehört. Aus diesem Grund erfolgte vor einigen Jahren eine neue taxonomische Einordnung, der lateinische Name änderte sich von Theragra chalcogramma in Gadus chalcogrammus. An der deutschen Handelsbezeichnung wird sich dagegen voraussichtlich nichts ändern. In den USA hat sich 2015 die offizielle Marktbezeichnung von „Alaska pollock“ zu „pollock“ geändert, um US-Händlern eine Unterscheidung zwischen in Alaska und Russland gefangenem Fisch zu ermöglichen.
Quellen mit Informationen zu möglichen Auswirkungen des Reaktor-Unglücks im japanischen Fukushima auf Fischereiprodukte finden Sie im Literaturverzeichnis am Ende der Seite (Leitstelle zur Überwachung der Umweltradioaktivität in Fisch (Thünen-Institut), Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und Europäische Kommission). [281] [346] [347] [348] [551] [697] [1171]

Zertifizierte Fischereien

Die gesamte Alaska-Seelachs-Fischerei der USA (100% der Fangmenge) ist seit 2005 nach den Standards des Marine Stewardship Councils (MSC) nachhaltigkeitszertifiziert. Die Alaska-Seelachs-Fischerei in der östlichen Beringsee und bei den Aleuten sowie im Golf von Alaska ist außerdem nach dem weniger anspruchsvollen regionalen ASMI (Alaska Seafood Marketing Institute) Programm zertifiziert. [4] [888] Siehe
fisheries.msc.org/en/fisheries/bsai-and-goa-alaska-pollock/@@view
rfmcertification.org/certified-fishery-species/alaska-pollock/

Soziale Aspekte

Innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der USA steht Alaska-Seelachs für die größten Fänge einer einzelnen Art. Die Alaska-Seelachs-Fischerei in der Beringsee, um die Aleuten, sowie im Golf von Alaska ist, hinsichtlich der Fänge, im Moment die größte Fischerei in den USA und eine der größten Weißfisch-Fischereien weltweit. Die Fänge in der östlichen Beringsee (mit Aleuten) machten 2020 etwa 93% der gesamten Alaska-Seelachsfänge in Alaska aus. In der östlichen Beringsee fischen nur einheimische Fahrzeuge, die Arbeitsbedingungen an Bord und die Entlohnung erfolgt daher nach US-Regeln. [193] [281]

Marktdaten

2022 (vorl.): Verbrauch in Deutschland: 218.050 t (2021: 187.758 t), Marktanteil (Fische, Krebse, Weichtiere): 19,1 % (2021: 16,7 %) [13] [14]

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Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES bis 2020 oder analog zu dessen Einteilung:

SymbolBiomasseBewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertangemessen oder unternutzt
außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertübernutzt
Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende DatenZustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten
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