Fischarten

Makrele – Scomber scombrus

gültig 09/2018-10/2019

Makrele
Scomber scombrus

gültig 09/2018-10/2019

Biologische Charakteristika

Makrele wird zu den kleinen Schwarmfischen gezählt, die in der freien Wassersäule leben (pelagisch). Die Schwärme kommen in der Regel in der Nähe der Schelfkante in 0-1000 m, gewöhnlich 200 m Tiefe vor. Diese Art unternimmt ausgedehnte Wanderungen von den Laich- zu den Nahrungsgründen. Makrelen fressen in Oberflächennähe, im Wesentlichen Zooplankton und kleinere Fische. Eier und Larven sind pelagisch, Makrele
ist ein Portionslaicher. Diese Fische sind schnelle Schwimmer, die sogar langsamen Schleppnetzen entkommen können; sie besitzen keine Schwimmblase und können daher auch schnelle Vertikalbewegungen ausführen. Makrelen bilden typischerweise weit verbreitete und wandernde Bestände, im Nordostatlantik gibt es nur einen einzigen Bestand mit drei Komponenten, die sich im Lauf des Jahres in bestimmten Gebieten vermischen. [2] [229]

Maxima: Länge: bis 60 cm,
Alter: bis 17 Jahre,
Masse: bis 3,4 kg [229]
IUCN-Status: Europa & global: ungefährdet (LC) [384] [1032] (Zugriff 02. Nov. 2018)
CITES-Status: nicht gelistet [3]
Widerstandsfähigkeit (resilience): mittel (min. Populationsverdopplungszeit 1,4-4,4 Jahre) [229]
Fruchtbarkeit (fecundity): mittel (min. Populationsverdopplungszeit 1,4-4,4 Jahre) [229]
Trophische Ebene: 3,6 ± 0,2 (Standardfehler) [229]

Makrelen leben auf beiden Seiten des Atlantiks in gemäßigten Breiten, in Europa von Gibraltar bis zum Nordkap, einschließlich der Nordsee und der westlichen Ostsee. Während der Überwinterung und des Laichens meiden sie Wassertemperaturen von unter 11°C. Diese Art ist auch im Mittelmeer verbreitet, im Süden mischt sie sich mit anderen Makrelenarten, wie der subtropischen – etwas kleineren und anders gezeichneten – spanischen Makrele. [2] [229]

Wegen ihrer torpedoartigen Körperform wird die Makrele oft als der eleganteste Konsumfisch bezeichnet. Sie ist langgestreckt und stromlinienförmig gebaut. Weitere Kennzeichen sind die stark gegabelte Schwanzflosse, die glänzend grünblaue Färbung und die Querstreifen auf dem Rücken. Die grünblaue Farbe wechselt nach dem Tod der Makrele sehr schnell in ein reines Blau bis Blauschwarz. Die Flanken schimmern perlmuttfarben, die Bauchseite ist weiß. Der gesamte Körper ist mit festen kleinen Schuppen besetzt. Wie bei allen Makrelenartigen stehen hinter der zweiten Rücken- und der Afterflosse je fünf einzelne kleine Flossen, „Flössel“ genannt. [2] [229]

Für die Fischwirtschaft sind Makrelen wegen ihrer Beliebtheit beim Verbraucher nach wie vor von wirtschaftlicher Bedeutung, wenn auch in Europa weniger als in Fernost. [2] [14]

frisch, ganz oder als Filet, tiefgefroren, gebeizt, geräuchert und gebraten, in Konserven und Marinaden. [14] [229]

Marktdaten

2018 (vorl.): Verbrauch in Deutschland: 7.325 t (2017: 10.531 t), Marktanteil (Fische, Krebse, Weichtiere): 0,6% (2017: 0,9%) [13] [14]

Anlandungen (in 1.000 t)Fänge (in 1.000 t)Laicherbiomasse (in 1.000 t)Laicherbiomasse ZustandFischereiliche SterblichkeitAnmerkungen (insbesondere Managementplan)Gültigkeit
Nordostatlantik 1.153,1 1.155,9 4.186,5 - 05/2019 -
10/2019

Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES oder analog zu dessen Einteilung:

SymbolBiomasseBewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertangemessen oder unternutzt
außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertübernutzt
Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende DatenZustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten
AutorJahrTitelQuelle
[2]Muus BJ, Nielsen JG1999Die Meeresfische Europas Franckh-Kosmos Verlag
[3]CITESConvention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, Appendices I, II and IIIcites.org
[13]Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Homepageble.de
[14]Fisch-Informationszentrum e.V. (FIZ)Fisch-Informationszentrum e.V. Homepagefischinfo.de
[229]Froese, R. and D. Pauly. Editors.2011FishBase. World Wide Web electronic publication.
www.fishbase.org, version (06/2011).
fishbase
[384]IUCNIUCN Red List of Threatened Species. Version 2011.2. Downloaded on 09 February 2012iucnredlist.org
[1032]Nieto A et al.2015European Red List of Marine Fishes Publications Office of the European Union