Bestandsdatenblatt

Island-Schellfisch

Gültig 06/2021 - 06/2022

Island-Schellfisch

gültig 06/2021 - 06/2022

Zugehörige Fischart

Schellfisch

Allgemeine Informationen


Ökoregion:Islandschelf
Fanggebiet:Island (5.a) FAO 27
Art:Melanogrammus aeglefinus

Wissenschaftliche Begutachtung

Internationaler Rat für Meeresforschung (ICES), Kopenhagen, www.ices.dk, und Hafrannsóknastofnun (Isländisches Meeres- und Süsswasserforschungsinstitut, MFRI), Reykjavik, www.hafro.is

Methode, Frequenz

Jährliche analytische Bestandsberechnung mit Vorhersage unter Verwendung von Anlandedaten und zwei wissenschaftlichen Forschungsreisen. Diese Bestandsberechnung wird als relativ sicher angesehen. Neben den ICES-Empfehlungen gibt es die des Isländischen Meeres- und Süsswasserforschungsinstitutes (MFRI). 2020 forderte die isländische Regierung keine Fangempfehlung des ICES an, aber eine des MFRI. Die Referenzwerte für den höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrag (MSY-Btrigger und HRmsy für die Nutzungsrate („Harvest rate“, HR) sind definiert. Die Referenzwerte nach Vorsorgeansatz sind ebenfalls festgelegt (Bpa, Blim, HRpa, HRlim). Basis für die Fangempfehlung ist der Managementplan. [41] [1277] [1284]

Wesentliche Punkte

2021/2022: Die Laicherbiomasse vom Island-Schellfisch bleibt stabil und liegt weiterhin komplett im grünen Bereich. Der Fischereidruck (hier Nutzungsrate, „Harvest rate“, HR) konnte etwas gesenkt werden, ist aber noch immer zu hoch (über HRmsy, HRmgmt und HRpa (alle identisch)).
Aufgrund des guten Bestandszustandes und hoher Einheitsfänge erhöhte die Isländische Regierung während des Fischereijahrs 2020/21 die erlaubte Höchstfangmenge (TAC) um 8.000 t. Diese Maßnahme soll verhindern, dass der TAC überschritten wird, bzw. die Fischerei zu sehr einschränkt. Die Erhöhung soll vom TAC für 2021/22 abgezogen werden. [41] [1277] [1284]

Bestands­zustand

Laicherbiomasse (Reproduktionskapazität)

  volle Reproduktionskapazität (nach Vorsorgeansatz)

  über dem Grenzwert (nach Managementplan)
 

  innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert (nach höchstem Dauerertrag)

Fischereiliche Sterblichkeit

  erhöhtes Risiko (nach Vorsorgeansatz)
 

  außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwert (nach Managementplan)

  übernutzt (nach höchstem Dauerertrag)

Als Maß für den Fischereidruck dient hier die Nutzungsrate („Harvest rate“, HR), auf sie beziehen sich die Referenzwerte.
 

Bestands­entwicklung

Die Laicherbiomasse stieg aufgrund starker Jahrgänge von 2001 bis 2004 deutlich an, hat dann aber bis 2012 wieder abgenommen. Seitdem bleibt sie mit kleinen Schwankungen relativ konstant und liegt noch deutlich über allen Referenzwerten. Die Nutzungsrate lag seit den frühen 1980er Jahren über den Referenzwerten des Vorsorgeansatzes und des Managementplanes. Ab 2008 konnte sie erheblich reduziert werden und lag 2014 bis 2016 unter allen Referenzwerten. Seit 2017 liegt sie aber wieder über den Referenzwerten nach Managementplan, Konzept zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages und Vorsorgeansatz (HRmgmt, HRmsy, HRpa, alle identisch). Die Nachwuchsproduktion ist sehr variabel, mit fünf starken Jahrgängen war sie 1998-2003 sehr hoch. Während die Jahrgänge 2008-2013 eher schwach waren, war der 2014er Jahrgang wieder stark, 2015 bis 2017 im Rahmen des Langzeitmittels, 2018 schwach und 2019 und 2020 voraussichtlich wieder stark. [41] [1277] [1284]

Ausblick

In den nächsten zwei Jahren wird ein Anstieg der Referenzbiomasse erwartet, während der 2014er Jahrgang noch in der Fischerei verbleibt. Die Jahrgänge 2015 bis 2017 liegen wahrscheinlich nah am Langzeitmittel und obwohl der Jahrgang 2018 wohl kleiner war, wird erwartet, dass der Bestand aufgrund des geringeren Fischereidrucks stabil bleibt, auch nachdem der 2014er Jahrgang verschwindet. Die Ergebnisse aus wissenschaftlichen Erhebungen des MFRI weisen auf überdurchschnittliche Jahrgänge 2019 und 2020 und ein Wachsen des Bestandes in den nächsten Jahren hin.
Aufgrund des prognostizierten Anstiegs der Referenzbiomasse (B45cm+) im Jahr 2022 fällt die Fangempfehlung für 2022 ebenfalls höher aus. [41] [1277] [1284]

Umwelt­einflüsse auf den Bestand

Der Isländische Schellfisch lebt nah an seiner nördlichen Verbreitungsgrenze. Während kalter Perioden ist er im Norden und Osten selten, da diese Gebiete dann wahrscheinlich zu kalt sind. In warmen Perioden kann er im Norden hingegen häufiger als im Süden zu finden sein. Da diese Gebiete einen großen Teil des Isländischen Schelfs ausmachen, steht dann ein bedeutend größerer Lebensraum zur Verfügung. Von 2000-2006 wuchs der Bestand im Norden an und ist dort seitdem stark geblieben. [31] [42] [1277] [1284]

Wer und Wie

Die Isländische Fischerei wird vom dortigen Ministerium für Industrie und Innovation bewirtschaftet, das auch über die erlaubten Höchstfangmengen entscheidet. Die Entscheidungen stützen sich auf die Empfehlungen des Isländischen Meeres- und Süsswasserforschungsinstitutes (MFRI) und des ICES, unter Berücksichtigung von sozio-ökonomischen Aspekten. Die Quoten und Anlandungen werden auf ein Fischereijahr von September bis Ende August bezogen. Alle Anlandungen sind nur an lizensierten Anlandeplätzen möglich, werden zentral registriert und sind öffentlich für alle einsehbar. Das Isländische Managementsystem basiert auf individuellen übertragbaren Quoten (ITQs), seit 1991 sind über 90 % der Fischereirechte handelbar. Seit Frühjahr 2013 ist für diesen Bestand ein Managementplan (Harvest Control Rule) in Kraft, der seitdem mehrfach modifiziert wurde (zuletzt 2019). Der ICES bewertet diesen Managementplan als in Übereinstimmung mit dem Konzept des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY). Die Fischerei wird neben Höchstfangmengen (TACs) über weitere Vorschriften wie minimale Maschenweiten und Gebietsschließungen reguliert. [31] [41] [42] [662] [1277] [1284]

Differenz zwischen Wissen­schaft und Management

Seit 2001/2002 sind die Empfehlungen des isländischen Meeres- und Süsswasserforschungsinstitutes (MFRI) und des ICES sehr ähnlich, die des ICES lagen teilweise etwas höher. Seit 2012/13 stimmen Empfehlungen des MRFI und des ICES überein. Seit 2013/14 werden die Höchstfangmengen (TACs) den wissenschaftlichen Empfehlungen entsprechend festgesetzt (für 2020/21 Empfehlung nur vom MFRI gegeben). Während des Fischereijahrs 2020/21 erfolgte durch die Isländische Regierung eine Erhöhung des TACs um 8.000 t von 45.389 t auf 53.389 t. Die Erhöhung wird vom TAC für 2021/22 abgezogen. Diese Art der Übertragung von TAC-Anteilen wurde während der Evaluierung des Managementplanes 2019 nicht betrachtet.
Die Anlandungen liegen meist etwas über den TACs. Diese Überschreitungen sind im Wesentlichen auf verschiedene sozioökonomische Maßnahmen zurückzuführen, die bei Festlegung der TACs meist vorhersehbar sind. Das TAC-System beinhaltet außerdem nicht die Fänge ausländischer Fahrzeuge im Rahmen bilateraler Abkommen (z.B. mit Norwegen und den Färöer-Inseln). Die Menge ist vorab zwar bekannt, wird vom Ministerium bei der Festlegung der TACs für isländische Fahrzeuge jedoch nicht berücksichtigt. [41] [1277] [1284]

Karten

Verbreitungsgebiet

Managementgebiet

Der Bestand ist auf dem gesamten Islandschelf verbreitet, die Höchstfangmengen werden für die Isländische ausschließliche Wirtschaftszone festgelegt. Verbreitungs- und Managementgebiet sind annähernd identisch. [31] [1277] [1284]

Anlandungen und legale Höchstfangmengen (TACs) (in 1.000 t)

GesamtfangKalenderjahr 2020: Anlandungen: 54,8; davon Grundschleppnetze 58,4%, Langleinen 31,8%, Grundwaden 9,3%, andere 0,5%
Fischereijahr 2019/2020: 49,0
TACs2009/10: 63,0   2010/11: 50,0   2011/12: 45,0   2012/13: 36,0   2013/14: 38,0   2014/15: 30,4   2015/16: 36,4   2016/17: 34,6   2017/18: 41,4   2018/19: 58,0   2019/20: 41,8   2020/21: 45,4 (Erhöhung auf 53,4 im Fischereijahr)   [31] [41] [1277] [1284]

IUU-Fischerei

Es gibt keine Hinweise auf illegale oder unberichtete Fänge von Island-Schellfisch. [41] [1277] [1284]

Struktur und Fangmethode

Die Fischerei wird ganzjährig durchgeführt, mit Schwerpunkt auf der Wintersaison. Gefischt wird um ganz Island, Hauptfanggründe liegen im südlichen, südwestlichen und im westlichen Teil des isländischen Schelfs. Die Fangflotte besteht aus verschiedenen Fahrzeugtypen und –größen. Der Schellfisch wird hauptsächlich mit Grundschleppnetzen, in zunehmendem Maße aber auch mit Langleinen und Grundwaden gefischt. Er ist Ziel einer gerichteten Fischerei, aber auch Beifang in der Kabeljaufischerei. [41] [42] [1277] [1284]

Beifänge und Rückwürfe

Der Rückwurf von Fisch mit ökonomischem Wert ist in Isländischen Gewässern verboten. Es gibt daher keine minimalen Anlandegrößen, die minimale legale Fanggröße für Schellfisch ist 45 cm. Bis zu 25% untermaßige Tiere (nach Anzahl) sind im Fang erlaubt. Wenn bei Inspektionen zu viele kleine Fische in den Fängen vorkommen, werden einzelne Gebiete zeitnah für die Fischerei geschlossen. Um Rückwürfe tatsächlich zu minimieren, ist etwas Flexibilität in der Quotennutzung erlaubt, außerdem werden kleine Fische nicht voll auf die Quote angerechnet. In früheren Jahren gab es größere Mengen an Rückwürfen in der Isländischen Schellfischfischerei (1991-1998: 8-20% nach Anzahl, bezogen auf die Anlandungen). Die Rückwurfraten der letzten Jahre sind sehr gering. Basierend auf jährlichen Annahmen liegen sie seit 2001 bei unter 3% (bezogen auf Anzahl und Gewicht). [41] [42] [1277] [1284]

Einflüsse der Fischerei auf die Umwelt

Durch den Einsatz von Grundschleppnetzen können Bodenlebensgemeinschaften geschädigt werden. Artenzusammensetzung, Biomasse und Nahrungsgefüge können sich erheblich verändern. Der Einfluss hängt aber auch von Fangmethode und Bodenstruktur ab. Auf sandigem Boden hat eine Studie in den USA nur einen geringen Einfluss durch Grundscherbrettnetze feststellen können. So waren zwar die Spuren der Scherbretter lange sichtbar (mindestens ein Jahr), es konnten aber kaum signifikante Unterschiede in der Mikrotopographie der befischten und unbefischten Gebiete nachgewiesen werden. Auch bei strukturformenden und mobilen Wirbellosen zeigten befischte und unbefischte Gebiete keine signifikanten Unterschiede. Einen negativen Effekt können Grundschleppnetze auf empfindliche Bodenlebewesen-Gemeinschaften haben, die auf Hartsubstrat vorkommen. Besonders empfindlich sind Schwämme und Kaltwasser-Korallen. Die Kartierung der empfindlichen Riffe schreitet voran und einige Gebiete um Island sind zum Schutz dieser Kaltwasser-Riffe für die Fischerei geschlossen. In der Fischerei mit Langleinen können Nicht-Zielarten (z.B. Haie) beigefangen werden. [30] [31] [83] [808]

Biologische Besonder­heiten

Schellfisch kommt vor allem über Weichböden in 10-200 m Tiefe vor. Er laicht zwischen April und Mai entlang der Süd- und Südwest-Küste. Von dort driften die Eier und Larven dann um die Insel nach Westen und Norden, manchmal auch bis in den Osten, wo sie für die ersten Lebensjahre zum Bodenleben übergehen. [42] [1277] [1284]

Zusätzliche Informationen

Schellfisch gehört zu den fünf kommerziell wichtigsten Fischarten Islands. Er ist der von Isländern am häufigsten verzehrte Fisch und wird, wahrscheinlich aus historischen Gründen, meist dem Kabeljau vorgezogen. Da Kabeljau besser zum Einsalzen geeignet ist, konnte er einfacher exportiert werden, und der Schellfisch blieb im Lande. Die Hauptmärkte für den Export sind das Vereinigte Königreich und die USA. Ein kleiner Teil geht in andere Länder. [31] [42]

Zertifizierte Fischereien

Die gesamte Fischerei auf Island-Schellfisch ist nach den Standards des Marine Stewardship Councils (MSC) zertifiziert. Ausserdem ist sie nach dem weniger anspruchsvollen regionalen Iceland Responsible Fisheries (IRF) Programm zertifiziert. [4] [260] Siehe
fisheries.msc.org/en/fisheries/isf-iceland-haddock/@@view
www.responsiblefisheries.is/certification/certified-fisheries/haddock

Soziale Aspekte

Island gehört zu den größten Erzeugern von Fisch und Meeresfrüchten weltweit. Der Fischereisektor ist ungemein wichtig für das Land. Die Schellfischfischerei um Island wird hauptsächlich von Isländischen Schiffen betrieben, die Fangflotte besteht aus verschiedenen Fahrzeugtypen und –größen. [13] [31] [42] [1277] [1284]

Marktdaten

2020 (vorl.): Verbrauch in Deutschland: 1.832 t (2019: 2.741 t), Marktanteil (Fische, Krebse, Weichtiere): 0,16% (2019: 0,2%) [13] [14]

Anlandungen (in 1.000 t)Fänge (in 1.000 t)Laicherbiomasse (in 1.000 t)Laicherbiomasse ZustandFischereiliche SterblichkeitAnmerkungen (insbesondere Managementplan)Gültigkeit
Färöer (5.b) 7,3 7,3 53,2 Anlandungen und Fänge vorläufig 11/2021 -
11/2022
Irische See (7.a) 1,2 1,9 14,3 - 06/2022 -
06/2023
Island (5.a) 54,8 - 79,6 - 06/2021 -
06/2022
Keltische See (7.b-k) 9,3 11,6 51,0 - 06/2022 -
06/2023
Nordost-Arktis (1, 2) 182,5 - 199,5 Managementplan seit 2004/2007 06/2021 -
06/2022
Nordsee (4, 6.a, 20) 26,5 44,1 412,1 Mehrjahresplan ab 2018 06/2022 -
06/2023
Rockall (6.b) 5,5 5,6 32,4 - 06/2021 -
06/2022

Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES bis 2020 oder analog zu dessen Einteilung:

SymbolBiomasseBewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertangemessen oder unternutzt
außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertübernutzt
Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende DatenZustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten
AutorJahrTitelQuelle
[4]Marine Stewardship Council (MSC)Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischereimsc.org
[13]Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Homepageble.de
[14]Fisch-Informationszentrum e.V. (FIZ)Fisch-Informationszentrum e.V. Homepagefischinfo.de
[30]Food and Agriculture Organization (FAO)FAO. © 2003-2010. Fisheries Topics: Technology. Fish capture technology. In: FAO Fisheries and Aquaculture Department [online]. Rome. Updated 2006 15 09.[Cited 10 June 2010]fao.org
[31]Ministry of Industries and Innovation, IcelandInformationsseite des isländischen Ministeriums für Industrie und Innovation (Ministry of Industries and Innovation)fish.is
[41]Marine and Freshwater Research Institute (MFRI), IslandAdvice-Dokumente zum Status der Meeresfischbestände in Isländischen Gewässern (auf Isländisch und Englisch).hafogvatn.is
[42]Ministry of Industries and Innovation, IcelandInformationsseite des isländischen Ministeriums für Industrie und Innovation (Ministry of Industries and Innovationn), Fisheries in Icelandgovernment.is
[83]Fossa JH, Mortensen PB, Furevik DM2002The deep-water coral Lophelia pertusa in Norwegian waters: distribution and fishery impacts Hydrobiologia 471:1-12
[260]Iceland Responsible Fisheries Foundation (IRF)Homepage der Iceland Responsible Fisheries FoundationIRF.iceland
[662]ICES2013Report of the Advisory Committee, 2013. Book 2. Iceland and Greenland, 2.3.3.1 Request from Iceland to ICES to evaluate the long-term management plan and harvest control rule for Icelandic haddockices.dk
[808]James Lindholm J, Gleason M, Kline D, Clary L, Rienecke S, Cramer A, Los Huertos M2015Ecological effects of bottom trawling on the structural attributes of fish habitat in unconsolidated sediments along the central California outer continental shelf Fishery Bulletin 113:82-96
[1277]ICES2021Northwestern Working Group (NWWG). ICES Scientific Reports. 3:52. 499 pp. https://doi.org/10.17895/ices.pub.8186ices.dk
[1284]ICES2021Haddock (Melanogrammus aeglefinus) in Division 5.a (Iceland grounds). In Report of the ICES Advisory Committee, 2021. ICES Advice 2021, had.27.5a, https://doi.org/10.17895/ices.advice.7760.ices.dk