Fischarten

Steinbutt – Scophthalmus maximus

gültig 08/2022-08/2024

Steinbutt
Scophthalmus maximus

gültig 08/2022-08/2024

Hier finden Sie allgemeine Informationen zur Fischart Steinbutt.
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Biologische Charakteristika

Scophthalmus maximus wird auf den meisten taxonomischen Seiten als gültiger wissenschaftliche Name für den Steinbutt geführt (Stand 03. Juli 2012). Der Name Psetta maxima ist ein Synonym das ebenfalls noch Verwendung findet. Der Steinbutt lebt in flachen Küstengewässern auf sandigem, steinigem oder gemischtem Grund in etwa 20-70 m Tiefe. Die Laichzeit liegt in einem Großteil des Verbreitungsgebietes zwischen April und August; Eier und Larven schwimmen frei im Wasser. Die Larven haben zunächst die normale Fischform und schwimmen aufrecht. Bei einer Länge von 2,5 cm gehen sie im flachen Wasser zum Bodenleben über. Während der Umwandlung zum Plattfisch wandert das rechte Auge über den Rücken auf die später obere Seite (linksäugiger Plattfisch). Steinbutt ist einer der am schnellsten wachsenden Plattfische, nur Heilbutt wächst schneller. Innerhalb von drei Jahren werden Längen von 30 cm erreicht. Die Weibchen wachsen schneller als die Männchen. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus anderen Grundfischen (u.a. Sandaale und Grundeln) freischwimmenden Fischen (Sprott und Hering) und in geringerem Maße auch aus Krebsen und Muscheln. [2] [229] [389] [390] [391] [392] [551]

Maxima: Länge: bis 100 cm,
Alter: bis 25 Jahre,
Masse: bis 25,0 kg [229]
IUCN-Status: Europa: gefährdet (VU), global: ungefährdet (LC) [384] [1032] (Zugriff am 02. Aug. 2022)
CITES-Status: nicht gelistet [3]
Widerstandsfähigkeit (resilience): mittel (Populationsverdopplungszeit 1,4 - 4,4 Jahre) [229]
Fruchtbarkeit (fecundity): 5 Mio. Eier pro Weibchen [229]
Trophische Ebene: 4,4 ± 0,0 (Standardfehler) [229]

Der Steinbutt kommt entlang der gesamten europäischen Küsten einschließlich des Mittelmeeres und einem Großteil der Ostsee (ohne bottnischen Meerbusen) vor. Im Norden reicht seine Verbreitung bis an den Polarkreis (70°N), nach Süden ist er bis an die nordafrikanische Küste (Marokko, 30°N) zu finden. Im Schwarzen Meer kommt eine andere Art Steinbutt vor (Psetta/Scophthalmus maeoticus). [2] [229] [392]

Der Steinbutt hat einen fast runden Körper. Die Rückenflosse beginnt vor dem oberen Auge. Die Augenseite hat keine Schuppen, aber große steinartige Höcker, die ihm seinen Namen gaben. Die Oberseite ist dunkel gefärbt, die Unterseite, auch Blindseite genannt, ist hingegen hell. Die Augen liegen auf der linken Körperseite, der Steinbutt ist also ein linksäugiger Plattfisch. [2] [229]

Steinbutt gilt neben der Seezunge als edelster Plattfisch. Er hat festes, zartes Fleisch mit einer feinen Struktur und einen besonderen Eigengeschmack. Steinbutt ist ein wertvoller Beifang in Nord- und Ostsee, es gibt aber auch gerichtete Fischereien. Neben dem Wildfang ist er auch aus der Aquakultur (vor allem aus Spanien und Frankreich) erhältlich. [2] [14] [385]

Steinbutt wird frisch und tiefgefroren, ganz oder als Filet angeboten. Er eignet sich für verschiedenste Zubereitungsarten. [2] [14]

Marktdaten

2022 (vorl.): Verbrauch in Deutschland: 286 t (2021: 385 t), Marktanteil (Fische, Krebse, Weichtiere): 0,03 % (2021: 0,03 %) [13] [14]

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Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES bis 2020 oder analog zu dessen Einteilung:

SymbolBiomasseBewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertangemessen oder unternutzt
außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertübernutzt
Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende DatenZustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten
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