Bestandsdatenblatt

Dorsch östliche Ostsee

Gültig 05/2018 - 05/2019

Allgemeine Informationen


Ökoregion:Ostsee
Fanggebiet:östliche Ostsee (25-32) FAO 27
Art:Gadus morhua

Wissenschaftliche Begutachtung

Internationaler Rat für Meeresforschung (ICES), Kopenhagen, www.ices.dk

Methode, Frequenz

In der Regel begutachtet der ICES diesen Bestand jährlich durch eine analytische Bestandsberechnung mit Vorhersage unter Verwendung von Fangdaten und zwei unabhängigen wissenschaftlichen Forschungsreisen. Seit 2014 kann diese Begutachtung jedoch nicht vorgelegt werden. Die Fangempfehlung für 2019 basiert erneut auf Biomasse-Trends aus den Forschungsreisen, also dem ICES-Ansatz für informationsarme Bestände. Referenzwerte für die Bewirtschaftung nach dem Konzept zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY) sind nur als Proxies (Kandidaten) definiert. Schätzungen der illegalen (IUU) Fänge in früheren Jahren und Rückwürfe gehen normalerweise in die Berechnungen ein. [1061] [1062]

Wesentliche Punkte

2018: Der Biomasseindikator zeigt im Vergleich zum Vorjahr erneut eine Abnahme, und ist nun der niedrigste der kurzen (15 Jahre) Zeitserie. Die relative Nutzungsrate ist wieder gestiegen. Bezogen auf mögliche Kandidaten (Proxies) für MSY-Referenzwerte liegen Fischereidruck und Biomasse im roten Bereich (über Fmsy, unter MSY-Btrigger). Auch wenn die Fangempfehlung des ICES für 2019 wieder auf einer Methode für informationsarme Bestände basiert, ist der Bestand einer der bestuntersuchten in der Ostsee. Trotz des Anlandegebotes kommt es weiter zu erheblichen illegalen Rückwürfen kleiner Fische. [1061] [1062]

Bestands­zustand

Laicherbiomasse (Reproduktionskapazität)

  Referenzwerte nicht definiert (nach Vorsorgeansatz)

  Referenzwerte nicht definiert (nach Managementplan)

    Referenzwerte nicht definiert (nach höchstem Dauerertrag)

 

Fischereiliche Sterblichkeit

  Referenzwerte nicht definiert (nach Vorsorgeansatz)

  Referenzwerte nicht definiert (nach Managementplan)

    Referenzwerte nicht definiert (nach höchstem Dauerertrag)

 

Bestands­entwicklung

Nach einem starken Anstieg der Biomasse Ende der 1970er Jahre aufgrund vorteilhafter Umweltbedingungen und Maximalfängen von fast 400.000 t nahm der Bestand Mitte der 1980er Jahre rasch ab. Bei hoher fischereilicher Sterblichkeit galt der Bestand schnell als stark überfischt, vor allem durch zu hoch festgesetzte legale Fangmengen und zusätzlich erhebliche illegale Fänge. 2004 und 2005 wurden die niedrigsten Biomassewerte erreicht. Die Nachwuchsproduktion war über fast zwei Jahrzehnte schwach, auch durch unvorteilhafte Umweltbedingungen. Obwohl sich diese nicht entscheidend verbessert hatten, haben die Reduzierung des Fischereidrucks und einige etwas bessere Nachwuchsjahrgänge zu einer positiven Entwicklung geführt, und der Bestand wuchs bis ca. 2010 wieder an. Seither hat die Biomasse jedoch wieder deutlich abgenommen. Vermutlich ist die natürliche Sterblichkeit in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Nutzungsrate zeigt eine starke Abnahme zwischen 2004 und 2009 und ist seither ungefähr stabil. Bezogen auf mögliche Kandidaten (Proxies) für Referenzwerte nach dem Konzept zur Erlangung des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY) liegen Fischereidruck und Biomasse derzeit im roten Bereich (über Fmsy, unter MSY-Btrigger). [1061] [1062]

Ausblick

Die derzeitige Situation und damit auch die Entwicklung der nahen Zukunft sind unklar; es lässt sich nicht bestimmen, welche Anteile der Wahrnehmung des Bestandes auf methodische Probleme und welche auf geänderte Umweltbedingungen zurückzuführen sind. Wenn die Nachwuchsproduktion weiter abnimmt, werden auch die Fangmengen weiter reduziert werden müssen. [1061] [1062]

Umwelt­einflüsse auf den Bestand

Anders als in den meisten anderen Meeresgebieten sind die marinen Fischbestände im Brackwassermeer Ostsee stark von den Umweltbedingungen abhängig. Insbesondere für die erfolgreiche Nachwuchsproduktion (Reproduktion) benötigen die Dorsche salz- und sauerstoffreiches Wasser, das aus der Nordsee in die Ostsee einströmen muss. Sauerstoffarmut in Bodennähe, z.B. durch natürliche oder durch den Menschen erzeugte Nährstoffeinträge in die Ostsee verursacht, ist für die Dorschreproduktion besonders nachteilig. Sie beeinflusst auch die Verbreitung des Bestandes. In der Regel waren nach bedeutenden Einstromereignissen aus der Nordsee unmittelbar stärkere Nachwuchsjahrgänge festzustellen, was schnell zu einem Bestandsaufbau führte. In den letzten Jahren war genau diese Nachwuchsproduktion aber gar nicht schlecht. Welche Auswirkungen die starken Salzwassereinströme zwischen Dezember 2014 und Anfang 2016 auf die Bestandsentwicklung haben, ist schwer zu bewerten. Sie führten zunächst zu einer guten Durchmischung der Bornholmsee, der Sauerstoff am Boden wurde dann aber überraschend schnell aufgezehrt, so dass die Verhältnisse wieder denen der Stagnationsperiode vor 2013 entsprechen. [44] [93] [94] [1061] [1062]

Wer und Wie

Das Management erfolgt durch die Europäische Union und zu einem sehr geringen Teil durch die Russische Föderation. Ein neuer EU-Managementplan für Dorsch und alle pelagischen Bestände der Ostsee ist 2016 in Kraft getreten. Es kann jedoch keine analytische Begutachtung vorgelegt werden, und der Managementplan ist in dieser Situation nicht ganz eindeutig. Die Fangempfehlung für 2018 basiert daher weiterhin auf dem ICES-Ansatz für informationsarme Bestände, auch wenn der Bestand selbst nicht als datenarm einzustufen ist. Weitere Managementinstrumente sind Verordnungen zu Maschenweiten und Selektionseinrichtungen der Netze (z.B. Bacoma) sowie die Einrichtung von Laichschongebieten und -zeiten im Sommer. Seit Januar 2015 gilt in der Ostsee ein generelles Rückwurfverbot für Dorsche sowie eine Referenzmindestgröße für die Bestandserhaltung von 35 cm (siehe auch unter Beifänge und Rückwürfe). [750] [977] [1055] [1061] [1062]

Differenz zwischen Wissen­schaft und Management

Zwischen 1995 und 2008 wurde die legale Höchstfangmenge (TAC) teilweise erheblich oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlung festgesetzt. Zwischen 2002 und 2008 empfahl die Wissenschaft für vier Jahre eine Schließung der Fischerei, um den Bestand schnell und sicher wieder aufzubauen. Der Empfehlung wurde jedoch in keinem Jahr gefolgt. Seit der Einrichtung des Managementplans 2008 stimmten Fangempfehlung und festgesetzte TACs (EU-Quote plus russische Quote) bis 2012 weitestgehend überein. 2013 und 2014 lag die Summe der Quoten geringfügig, seit 2015 jedoch erheblich über der wissenschaftlichen Empfehlung. Seit 2015 ist die Fangempfehlung bestandsspezifisch, schließt also Fänge ein, die in Gebiet 24 (westliches Managementgebiet) getätigt werden. Seit 2009 werden die Quoten nicht ausgefischt. [1061] [1062]

Karten

Verbreitungsgebiet

Managementgebiet

Der Ostdorsch ist über das östliche Managementgebiet (ICES Gebiete 25-32) hinaus auch in der Arkonasee (östlicher Teil von ICES-Gebiet 24) verbreitet. Hier vermischen sich West- und Ostdorsch und werden daher auch gemeinsam gefangen. Verbreitungs- und Managementgebiet unterscheiden sich also. [1061] [1062]

Anlandungen und TACs (in 1.000 t)

Gesamtfang2017 (einschließlich Fänge aus dem Bestand in Gebiet 24): 30,9 (27,4 Anlandungen plus 3,5 Rückwürfe); davon aktive Geräte (pelagische Schleppnetze und Grundschleppnetze) 89%, passive Geräte (Kiemennetze) 11% Kommerzielle Anlandungen in Gebiet 25-32: 25,5
TACs (Quote EU/Russland, nur Gebiete 25-32) 2010: 51,3/4,8 2011: 59,0/5,5 2012: 67,9/6,3 2013: 61,6/7,1 2014: 65,9/7,5 2015: 51,4/4,4 2016: 41,1/5,8 2017: 30,9/6,1 2018: 28,4/5,9 [1040] [1061] [1062]

IUU-Fischerei

In der östlichen Ostsee wurden zwischen Anfang der 1990er Jahre und 2007 zwischen 35 und 40% Dorsch zusätzlich zu den Höchstfangmengen illegal entnommen. Nach Auskunft von Vertretern des polnischen Fischereiverbandes hat allein die polnische Fischerei ihre Fangquote um bis zu 100% überzogen. Seit dem Regierungswechsel in Polen im Oktober 2007 werden die Fänge besser kontrolliert, die illegale Entnahme aus dem Gesamtbestand lag 2008 und 2009 unter 10%. Seit 2010 werden falsch- oder nicht berichtete Fänge nicht mehr als Problem angesehen, auch weil die Höchstfangmenge seitdem nie ausgefischt wurde. In den letzten Jahren gibt es jedoch Hinweise auf illegale Modifikationen von Schleppnetzen, um die Selektivitätseigenschaften zu verändern, und es kommt zu erheblichen Rückwürfen, die seit 2015 illegal sind. [1061] [1062]

Struktur und Fangmethode

Alle Ostsee-Anrainerstaaten unterhalten gerichtete Fischereien. Dorsch wird hauptsächlich mit Schleppnetzen für die menschliche Ernährung gefangen. Im Hauptfanggebiet, der Bornholmsee, wurden Grundschleppnetze auch im freien Wasser geschleppt, weil sich der Dorsch zumindest bis 2011 seltener in Bodennähe aufhielt. Aufgrund der verbesserten Sauerstoffsituation ist der Dorsch ab 2013 zumindest vorübergehend zum Bodenleben zurückgekehrt und wird wieder vermehrt am Boden gefischt. Außerdem werden vor allem in Küstengewässern z.B. Stellnetze verwendet. In Gebieten mit hohem Fraßdruck durch Robben werden zunehmend auch Fischfallen genutzt. Treibnetze und Baumkurren dürfen in der Ostsee nicht eingesetzt werden. Wegen der wenigen Zielarten ist die Fischerei in der Ostsee eher einfach strukturiert. [206] [1061] [1062]

Beifänge und Rückwürfe

Seit dem 1. Januar 2015 ist der Rückwurf von Dorsch in der Ostsee generell verboten. Ausgenommen sind Dorsche aus Fischfallen und Reusen. Sie dürfen aufgrund hoher Überlebensraten zurückgesetzt werden. Auch durch Fraß beschädigter Fisch ist vom Anlandegebot ausgenommen. Basierend auf Beobachterdaten wird der Rückwurf von Dorsch für 2017 auf 11% des Gesamtfanges (bezogen aufs Gewicht) geschätzt, bei gut 2% legal angelandeten untermaßigen Fängen, die nicht für den menschlichen Konsum verwendet werden dürfen. Es gibt aber in einigen Nationen zunehmend Schwierigkeiten, Beobachter an Bord zu bekommen, und man geht davon aus, dass die Rückwürfe mit 11% deutlich unterschätzt werden. Tiere unter der Referenzmindestgröße für die Bestandserhaltung von 35 cm müssen angelandet und auf die Fangquoten angerechnet werden, dürfen aber nicht für den menschlichen Konsum verwendet werden. In der Schleppnetzfischerei können unterschiedliche Mengen von Plattfischen (vor allem Flunder) beigefangen werden. Ein großer und variabler Teil des Flunderbeifangs wird zurückgeworfen. [750] [979] [1055] [1061] [1062]

Einflüsse der Fischerei auf die Umwelt

Durch den Einsatz von Grundschleppnetzen können Bodenlebensgemeinschaften geschädigt werden. Artenzusammensetzung, Biomasse und Nahrungsgefüge können sich erheblich verändern. In der östlichen Ostsee wurde Dorsch in der letzten Dekade vor allem mit pelagischen Schleppnetzen (ohne Grundberührung) gefangen, da das Bodenwasser zu wenig Sauerstoff aufwies und daher vom Dorsch gemieden wurde. In den letzten Jahren haben zunächst kleinere, dann sehr starke Einstromereignisse zu einer Verbesserung der Sauerstoffgehalte am Boden der Bornholmsee geführt, der Dorsch ist daraufhin zum Bodenleben zurückgekehrt und wird dort zumindest vorübergehend auch von der Fischerei gefangen. In Stellnetzfischereien (Kiemennetze) können – abhängig von Ort (vor allem in der südlichen Ostsee) und Jahreszeit – Beifänge von Seevögeln und Meeressäugern auftreten. Für die sehr kleine Schweinswalunterpopulation östlich der Darßer Schwelle (Gebiete 24-32) könnte der Einfluss dieser Fischerei erheblich sein. [30] [97] [208]

Biologische Besonder­heiten

Ostseedorsch kann über 20 Jahre alt werden. Dieser große, aber nicht so produktive Dorsch-Bestand der östlichen Ostsee ist von den Veränderungen der Umweltbedingungen in den letzten 20 Jahren („regime shift“) stark betroffen. In der östlichen Ostsee lebt er als marine Fischart am äußersten Rand seines physiologischen Verbreitungsgebietes. Der Dorsch laicht im Sommer in den tiefen Becken der östlichen Ostsee. Er ist für ein erfolgreiches Laichen auf sauerstoffreiches (mehr als 2 mg/l O2) und salzhaltiges Wasser (S größer 11) angewiesen. Diese Bedingungen traten über viele Jahre nur noch im Mittelwasser des Bornholmbeckens (ICES Gebiet 25) auf, neuerdings auch wieder am Boden der Bornholmsee und in der Danziger Bucht. Ende 2014 war der stärkste Salzwassereinstrom seit 60 Jahren zu verzeichnen, weitere Einströme folgten im Winter 2015/16. Die Auswirkungen dieser Salzwassereinströme hielten nicht lange an, der Sauerstoff wurde schneller aufgezehrt als erwartet. Der Räuber Dorsch und seine wesentliche Beute Sprotte befinden sich in einer starken Abhängigkeit voneinander („Dorsch-Sprott-Schaukel“). Sprott und Hering sind die wichtigste Nahrung für die erwachsenen Dorsche. Ihre örtlich geringere Verfügbarkeit im derzeitigen Dorsch-Hauptverbreitungsgebiet zusammen mit dem wachsenden Nahrungsbedarf könnte ab 2011 neben anderen Gründen zu starker Gewichtsabnahme bei den größeren Dorschen („Magerdorsche“, „Dreikantfeilen“) geführt haben. Nach den starken Salzwassereinströmen ab Dez. 2014 haben sich die individuellen Gewichte schnell wieder normalisiert. [44] [93] [94] [1061] [1062]

Zusätzliche Informationen

Bis 2015 war es technisch kaum möglich, die beiden Dorschbestände zu trennen. Es war aber lange bekannt, dass eine große, aber nicht quantifizierbare Menge Ostdorsch westlich Bornholms (Arkonasee, ICES-Gebiet 24) gefischt wurde. 2015 konnte durch eine Kombination aus genetischen Methoden und Gehörstein-Umrissanalysen eine Zeitserie (ab 1994) der Anteile von Ost- und Westdorsch in der Arkonasee angefertigt werden. Das Gebiet 24 wird nun in der Berechnung beider Bestände als Mischgebiet behandelt. Dorsch ist für die Ostseefischerei von herausragender Bedeutung, der Wiederaufbau der Bestände daher vorrangiges Ziel des Fischereimanagements. Seit 2009 wird die erlaubte Höchstfangmenge für dieses Managementgebiet nicht ausgefischt bzw. angelandet, 2014, 2015, 2016 und 2017 wurden nur 39%, 67%, 62% bzw. 69% der Quoten offiziell angelandet. Gründe dafür könnten eine schlechte Verfügbarkeit, der niedrige Marktpreis, verringerte Flottenkapazität aber auch vermehrter Rückwurf aufgrund der schlechten Qualität (geringes individuelles Gewicht) oder aufgrund hoher Anteile untermaßiger Fische in Folge einer illegalen Modifikation der Schleppnetze sein. [13] [1061] [1062]

Zertifizierte Fischereien

Die MSC-Zertifikate für Fischereien auf Dorsch in der östlichen Ostsee wurden im Dezember 2015 wegen des schlechten Bestandszustandes, der fehlenden Referenzpunkte und eines unzureichenden Managements suspendiert. [4] [919]

Soziale Aspekte

Die Dorschfischerei in der östlichen Ostsee wird mit Fahrzeugen aller Größen durchgeführt. Insbesondere die kleineren Fischereibetriebe haben erhebliche Bedeutung für die strukturschwachen Gebiete an den Küsten der Anrainerstaaten. Die allermeisten Fahrzeuge fahren unter EU-Flaggen, die Arbeitsbedingungen an Bord und die Entlohnung erfolgt daher nach EU-Regeln. [13] [185] [1061] [1062]

Marktdaten: Verschiedene Kabeljau-/Dorscharten auf dem deutschen Markt zusammengefasst.

2018 (vorl.): Verbrauch in Deutschland: 24.820 t (2017: 24.610 t), Marktanteil (Fische, Krebse, Weichtiere): 2,2% (2017: 2,1%) [13] [14]

Anlandungen (in 1.000 t)Fänge (in 1.000 t)Laicherbiomasse (in 1.000 t)Laicherbiomasse ZustandFischereiliche SterblichkeitAnmerkungen (insbesondere Managementplan)Gültigkeit
FAO21 Bay of Fundy (4X5Yb) (Kanada) 0,7 - - Anld 2015 07/2017 -
07/2018
FAO21 Flemish Cap (NAFO 3M) - 14,3 - Anldg 2014 06/2015 -
12/2017
FAO21 Georges Bank (5Z) (USA) 2,0 2,1 6,2 SSB & Anl. 2014 10/2015 -
06/2018
FAO21 Grand Banks S. (NAFO 3NO) - 0,7 38,5 Anl. 2014, SSB 2015, Fischerei geschl. 06/2015 -
06/2018
FAO21 Gulf of Maine (5Y) (USA) 1,4 1,5 2,2 SSB (1. Modell) & Anl. 2014 10/2015 -
06/2018
FAO21 Gulf St. Law. N. (3Pn4Rs) (Kanada) 1,3 - - Anlandungen 2016 08/2017 -
08/2019
FAO21 Gulf St. Law. S. (4TVn) (Kanada) 0,1 - 34,0 Anld 2014, SSB 2015, Fischerei geschl. 01/2016 -
07/2018
FAO21 Labrador (2GH) (Kanada) - - - Fischerei geschlossen 08/2011 -
05/2014
FAO21 NAFO (3Ps) (Kanada) 6,8 - - Anlandungen 2015/16 12/2017 -
12/2018
FAO21 Northern cod (2J3KL) (Kanada) 10,2 - 298,7 Anld. 2016, SSB 2015 07/2017 -
07/2018
FAO21 West Grönl. Inshore NAFO 1 22,3 22,3 29,8 - 06/2019 -
06/2020
FAO27 Färöer Bank (5.b2) - - - Anlandungen 2015: 17 t 06/2016 -
12/2019
FAO27 Färöer Plateau (5.b1) 5,4 5,4 33,0 - 12/2018 -
12/2019
FAO27 Irische See (7.a) 0,2 0,3 - - 06/2019 -
06/2020
FAO27 Island (5.a) 265,0 - 617,0 Managementplan ab 2009/2015 06/2019 -
06/2020
FAO27 Kattegat (21) 0,2 0,3 - nur Beifangquote 06/2019 -
06/2020
FAO27 Kelt. See (7.e-k) 1,4 1,6 1,3 - 06/2019 -
06/2020
FAO27 Nordost-Arktis (1, 2) 849,4 - 1.836,0 Managementplan ab 2004 06/2017 -
06/2018
FAO27 Nordsee (4, 7.d, 20) 40,6 48,6 81,2 neuer Managementplan ab 2018 06/2019 -
06/2020
FAO27 Norw. Küste (I, II) 39,5 - 16,8 nur Norw. Fischerei 06/2016 -
06/2017
FAO27 Ost- und Südwestgrönland 14, NAFO1F 15,1 15,1 28,0 - 06/2019 -
06/2020
FAO27 östliche Ostsee (24-32) 18,2 21,6 66,4 kommerzielle Anlandungen in 25-32: 15,9 kt 05/2019 -
05/2020
FAO27 Rockall (6.b) - - - Anl. 2016 63 t, Fänge 74 t 06/2017 -
06/2020
FAO27 westl. Ostsee (22-24) 3,6 5,3 21,3 Fang inkl. Freizeitfischerei, Anlandungen nur kommerziell 05/2019 -
05/2020
FAO27 Westl. Schottland (6.a) 1,1 1,9 2,4 - 06/2019 -
06/2021
FAO67 Golf von Alaska 48,7 - 34,7 - 12/2018 -
12/2019
FAO67 Östliche Beringsee 290,0 - 237,9 - 12/2018 -
12/2019

Klassifizierung nach dem Ansatz des höchstmöglichen nachhaltigen Dauerertrages (MSY), durch den ICES oder analog zu dessen Einteilung:

SymbolBiomasseBewirtschaftung (fischereiliche Sterblichkeit)
innerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertangemessen oder unternutzt
außerhalb der Schwankungsbreite um den Zielwertübernutzt
Zustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende DatenZustand unklar, Referenzpunkte nicht definiert und/oder unzureichende Daten
AutorJahrTitelQuelle
[4]Marine Stewardship Council (MSC)Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischereimsc.org
[13]Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) Homepageble.de
[14]Fisch-Informationszentrum e.V. (FIZ)Fisch-Informationszentrum e.V. Homepagefischinfo.de
[30]Food and Agriculture Organization (FAO)FAO. © 2003-2010. Fisheries Topics: Technology. Fish capture technology. In: FAO Fisheries and Aquaculture Department [online]. Rome. Updated 2006 15 09.[Cited 10 June 2010]fao.org
[44]Vallin L, Nissling A2000Maternal effects on egg size and egg buoyancy of Baltic cod, Gadus morhua. Implications for stock structure effects on recruitment Fisheries Research 49:21-37
[93]Möllmann C, Kornilovs G, Fetter M, Köster FW2005Climate, zooplankton, and pelagic fish growth in the central Baltic Sea ICES Journal of Marine Science 62: 1270-1280
[94]ICES2010Report of the ICES/HELCOM Working Group on Integrated Assessments of the Baltic Sea (WGIAB), 19–23 April 2010, ICES Headquarters, Copenhagen, Denmark. ICES CM 2010/SSGRSP:02. 94 pp.ices.dk
[97]Zydelis R, Bellebaum J, Österblom H, Vetemaa M, Schirmeister B, Stipniece A, Dagys M, van Eerden M, Garthe S2009Bycatch in gillnet fisheries – An overlooked threat to waterbird populations Biological Conservation 142:1269–1281
[185]Europäische KommissionEuropäische Kommission, Fischerei, Homepageeuropa.eu
[206]Europäische Union (EG)2005Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 des Rates vom 21. Dezember 2005 mit technischen Maßnahmen für die Erhaltung der Fischereiressourcen in der Ostsee, den Belten und dem Öresund, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1434/98 und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 88/98europa.eu
[208]Bellebaum, J2011Untersuchung und Bewertung des Beifangs von Seevögeln durch die passive Meeresfischerei in der Ostsee. BfN-Skripten 295 Bundesamt für Naturschutz, ISBN 978-3-89624-030-9, www.bfn.de
[750]Europäische Union (EU)2013Verordnung (EU) Nr. 1380/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 über die Gemeinsame Fischereipolitik und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 1954/2003 und (EG) Nr. 1224/2009 des Rates sowie zur Aufhebung der Verordnungen (EG) Nr. 2371/2002 und (EG) Nr. 639/2004 des Rates und des Beschlusses 2004/585/EG des Rateseuropa.eu
[919]Marine Stewardship Council (MSC)2015Pressemitteilung: MSC-Zertifikate für Fischereien auf Dorsch in der östlichen Ostsee suspendiert, 17.12.2015msc.org
[977]Europäische Union (EU)2016VERORDNUNG (EU) 2016/1139 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 6. Juli 2016 zur Festlegung eines Mehrjahresplans für die Bestände von Dorsch, Hering und Sprotte in der Ostsee und für die Fischereien, die diese Bestände befischen, zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2187/2005 des Rates und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1098/2007 des Rateseuropa.eu
[979]Europäische Union (EU)2015VERORDNUNG (EU) 2015/812 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 20. Mai 2015 zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 850/98, (EG) Nr. 2187/2005, (EG) Nr. 1967/2006, (EG) Nr. 1098/2007, (EG) Nr. 254/2002, (EG) Nr. 2347/2002 und (EG) Nr. 1224/2009 des Rates und der Verordnungen (EU) Nr. 1379/2013 und (EU) Nr. 1380/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Anlandeverpflichtung und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1434/98 des Rateseuropa.eu
[1040]Europäische Union (EU)2017VERORDNUNG (EU) 2017/1970 DES RATES vom 27. Oktober 2017 zur Festsetzung der Fangmöglichkeiten für bestimmte Fischbestände und Bestandsgruppen in der Ostsee für 2018 und zur Änderung der Verordnung (EU) 2017/127europa.eu
[1055]Europäische Union (EU)2017DELEGIERTE VERORDNUNG (EU) 2018/306 DER KOMMISSION vom 18. Dezember 2017 zur Festlegung von Spezifikationen für die Umsetzung der Anlandeverpflichtung für Dorsch und Scholle in den Fischereien in der Ostseeeuropa.eu
[1061]ICES2018Baltic Fisheries Assessment Working Group (WGBFAS), 6–13 April 2018, ICES HQ, Copenhagen, Denmark. 718 pp.ices.dk
[1062]ICES2018ICES Advice on fishing opportunities, catch, and effort, Baltic Sea Ecoregion, Cod (Gadus morhua) in subdivisions 24–32, eastern Baltic stock (eastern Baltic Sea), 2018ices.dk